Thaimassage

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Thaimassage 1Wer „Thaimassage“ hört, denkt oft an Bereiche „unter der Gürtellinie“. Schon alleine deswegen ist es wichtig, das kleine Wörtchen „traditionell“ immer mit anzuwenden, wenn man seine Dienste nicht gerade im Rotlichtmilieu angesiedelt sehen möchte.

Jahrtausende alte Tradition

Die traditionelle Thaimassage entstand wahrscheinlich schon Anfang des 2. oder 3. Jahrhunderts in buddhistischen Tempeln Südostasiens. Man sagt, die Mönche hätten die Massageform entwickelt, um sich und ihre Muskeln nach langem Beten in unbequemen Meditationsstellungen zu entspannen. Die ersten schriftlichen Zeugnisse dieser Massageart wurden im Wat Pho Tempel im heutigen Bangkok entdeckt, weswegen die dort ansässige Massageschule als die traditionsreichste der Welt angesehen wird. In der „Wat Pho Traditional Medical School“ kann man sich auch als Ausländer ausbilden lassen und das ehrwürdige „Certificate of Achievement the Wat Pho Traditional Medical School Bangkok“ erhalten.

Philosophie der Thaimassage

Eine traditionelle Thaimassage unterscheidet sich erheblich von den bekannten Wellness-, Öl- oder Sportmassagen. Sie konzentriert sich auf Streckpositionen, Dehnbewegungen und Druckpunktmassage. Eine solche Massage kann schmerzhaft und anstrengend sein – für Masseur und Massierten.

Bei der Massage orientieren sich die Masseure am ayurvedischen System von 72.000 Energielinien, von denen während der Massage allerdings nur zehn bearbeitet werden. Über diesen Energielinien sollen Energiepunkte liegen, über die der Mensch nach aryurvedischer Lehre mit Lebensenergie versorgt werden soll. Diese Lebensenergie kann nach ayurvedischer Vorstellung dem Körper auch über die Atmung zugeführt werden, die durch die Thaimassage angeregt wird. Durch die Dehnung bei der Thai-Massage verbraucht die Muskulatur Sauerstoff und der Mensch wird dadurch angeregt, tiefer zu atmen. Intensive bis schmerzhafte Druckmassagen führen ebenfalls zu einer verstärkten Atmung. Ein tiefer Atem fördert Entspannung und Regeneration.

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Linderung vielfältiger Leiden

In der klassischen Lehre der traditionellen Thaimassage korrespondiert der Druck auf bestimmte Energiepunkte und Energielinien mit der Linderung vieler körperlicher Leiden, wie beispielsweise

  • Knieschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Schwindel
  • Schlafstörungen

Thaimassage und mobiler Masseur

ThaimassageIn Thailand wird die Thaimassage überall in Massagesalons angeboten und von den Thai fast täglich genutzt und in ihren Alltag erfolgreich integriert, da sie überall erhältlich ist. In Deutschland ist eine gute Thaimassage, besonders in ländlichen Gebieten, noch immer schwer zu finden, weswegen ein mobiler Masseur geradezu prädestiniert ist, diese Massageform in sein Repertoire aufzunehmen. Die Massage wird ohne weitere Hilfsmittel ausgeführt, der Patient wird mit den Händen, Füßen und Ellenbogen des Masseurs kräftig bearbeitet. Dazu sollte die Massage niemals auf einer Massageliege stattfinden, sondern unbedingt auf dem Boden. Eine große, weiche Matte als Unterlage ist wichtig. Dazu eignet sich gut eine Futonmatte, die sich zusammengerollt auch gut transportieren lässt. Patient und Masseur sollten bequeme Kleidung tragen, die alle Dehnbewegungen mit macht, ohne zu stören oder einzuengen. Vor jeder Thaimassage sollte der Masseur klarstellen, dass die Massage schmerzhaft sein kann, um Enttäuschungen vorzubeugen.

Weiterführende Links:

http://ratgeber.gesundheitkompakt.de/Thai-Massage

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