Thai Massage

Die traditionelle Thai Massage, oft auch Thai Yoga Massage genannt, ist, wie der Name schon andeutet, eine Massage-Technik aus Thailand. Dort heißt sie Nuad Phasen Boran, was sich in etwa mit “uralte heilsame Berührung” übersetzen lässt. Diese Massagetechnik hat mit westlichen Masssagetechniken einiges gemeinsam, aber es gibt auch deutliche Unterschiede.

Ganzheitlicher Ansatz

Eine traditionelle Thai Massage ist mehr als eine Massage im herkömmlichen, westlichen Sinn. Wie bei anderen fernöstlichen Behandlungsmethoden hat auch die Thai Massage einen ganzheitlichen Anspruch. Es geht um Wohlbefinden, Gesundheit und Prävention von Krankheiten. Als Vorbereitung für eine traditionelle Thai Massage führt der Masseur häufig ein persönliches Gespräch mit dem Klienten. Dabei wird auf die persönlichen Bedürfnisse und Probleme des Klienten eingegangen. Auf Basis dieses Gesprächs entwirft der Masseur einen individuellen Ablauf für die Behandlung. Er wählt, sollte er sich dazu entscheiden, auch verschiedene Kräuter aus, die bei der Behandlung zum Einsatz kommen. Eine traditionelle Massage dauert zweieinhalb Stunden. Sie besteht aus einer Mischung aus passivem Yoga (Dehnungen), Energiearbeit, Meditation und Akupressur. Der Klient ist bekleidet und liegt auf einer Matte auf dem Boden. Das mag ungewöhnlich erscheinen, hat aber einen guten Grund: Würde der Klient keine Kleidung tragen, müsste der Masseur Öl verwenden. Der Einsatz von Öl aber würde einem festen Griff von Seiten des Masseurs im Wege stehen. Dieser ist bei der traditionellen Thai Massage jedoch sehr wichtig.

Dynamische und kraftvoll

Die Dehnungen der traditionellen Thai Massage sind dem Yoga entnommen, es handelt sich um Positionen, in denen der Körper des Klienten gestreckt und gedehnt wird – so, wie es auch beim Yoga passieren würde, nur dass hier keine Bewegung von Seiten des Klienten erforderlich ist. Die zehn Energielinien, die laut der ayurvedischen Lehre als energetisches Netz durch den Körper laufen, werden von dem Masseur mit rhythmischem Druck aktiviert. Es ist eine sehr kraftvolle und dynamische Massage.Der Behandelnde kann durch die Position des Liegenden das Gewicht seines Körpers optimal dafür Ausnutzen, Druck auszuüben und Energie auf dem Körper des Patienten zu übertragen.

Für wen eignet sich eine Thai Massage?

Da der Masseur im Idealfall individuell auf jeden seiner Klienten eingeht, ist diese Massageform im Prinzip für jeden geeignet. Der ganzheitliche Behandlungsansatz soll dafür sorgen, dass jeder Patient die bestmögliche Behandlung bekommt. Das Einsatzgebiet der traditionellen Thai Massage ist sehr vielfältig. Besonders häufig wird die traditionelle Thai Massage bei Patienten eingesetzt, die unter allgemeinen Störungen des Bewegungsapparats leiden, die verspannt und nervös sind. Sie eignet sich aber auch für Verdauungsstörungen, Menstruationsbeschwerden, Durchblutungsstörungen, Kreislaufproblemen, verschiedenen neurologische Störungen und Krankheitsbildern, Burn-Out-Syndrom, Migräne und psychische Probleme, wie fehlendes Körpergefühl oder Körperbewusstsein und mangelndes Selbstvertrauen. Besonders profitieren von ihr auch ältere Menschen, die sich steif fühlen, aber selbst nicht die nötige Beweglichkeit haben, um beispielsweise einen Yogakurs oder Gymnastikkurse zu besuchen.

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