Kontraindikationen einer Massage

KontraindikationEine Massage tut immer gut, heißt es. Jedoch ist das nicht immer so und in manchen Fällen kann Massage sogar mehr schaden, als dass sie nützt. Ein Masseur sollte daher immer fragen, ob solche Kontraindikationen vorliegen. Auch Patienten sollten sich im Vorfeld informieren und mit dem Masseur über ihre Beschwerden sprechen. Eventuell kann der Masseur bei seiner Massage auf die Kontraindikationen Rücksicht nehmen – oder er muss die Massagebehandlung ablehnen und gegebenenfalls auf einen späteren Zeitpunkt verschieben

Im Folgenden werden Gründe erläutert, die gegen eine Massage sprechen:

  • frische Verletzungen, beziehungsweise Fleischwunden
  • frische Muskelrisse oder Quetschungen
  • Knochenverletzungen wie beispielsweise Bone Bruise oder Knochenhautverletzungen
  • Knochenbrüche bis zur 6. Woche
  • frische Narben
  • akute Thrombosen
  • akute Venenentzündung
  • Hautentzündungen, zum Beispiel Ekzeme
  • Krampfadern
  • Osteoporose
  • Blutgerinnungsstörungen (durch Medikamente oder auch durch Krankheit bedingt)
  •  alle fieberhaften Erkrankungen und Infektionskrankheiten
  • Risikoschwangerschaften

Patienten gezielt ansprechenFieber

Es gibt noch weitaus mehr Gründe oder Erkrankungen, bei denen auf Massage verzichtet werden sollte, beziehungsweise muss. Dazu gehören beispielsweise auch Herzinsuffizienz oder ein frischer Herzinfarkt. Meist wissen die Patienten aber auch sehr gut über ihr Leiden Bescheid und werden von sich aus den Masseur daraufhin ansprechen. Es ist aber immer die Pflicht des Masseurs, sich über Kontraindikationen zu informieren. Ein Masseur sollte daher immer Eigeninitiative zeigen und Patienten zur Not gezielt auf eventuell verschwiegene „unsichtbare“ Kontraindikationen ansprechen. Eine Massage soll immer gut tun und nie schaden!

Vielfältige Gründe, die gegen Massage sprechen

Die Gründe, warum man in den oben genannten Fällen auf eine generelle Massage oder auf die Massage betroffener Bereiche verzichten sollte sind vielfältig. Entzündungen können sich durch Massage verschlimmern, da die Gewebetemperatur bei der Massage ansteigt und Entzündungen fördert. Keime oder Pilze aus Hauterkrankungen können durch Massage auf andere Körperregionen verschleppt werden und somit die Erkrankung verschlimmern und im schlimmsten Fall den Masseur infizieren. Infektionskrankheiten bergen das Risiko, den Masseur anzustecken und die infektiösen Viren oder Keime im Umfeld der Massage zu verbreiten. Wunden, Knochenbrüche und frische Narben heilen schlechter, wenn das Gewebe durch Massage übermäßig belastet wird. Krampfadern können durch Massage sogar lebensgefährliche Thrombosen auslösen!

VerletzungRisiko abwägen

Der Masseur sollte immer abwägen, wie groß das Risiko von Komplikationen ist, wenn Kontraindikationen vorliegen. Eine Nackenmassage ist beispielsweise immer noch gut möglich, wenn der Patient über ausgeprägte Krampfadern an den Beinen verfügt. Wenn aufgrund einer körperlichen Beschwerde oder eines sonstigen Zweifels auch nur die kleinste Vermutung kommt, dass vielleicht ein Grund vorliegt, auf eine Massage zu verzichten, sollte ein Arzt vor der Massage befragt werden. Ein Masseur ist kein Arzt und sollte daher diesbezüglich auch nicht über seine Kompetenzen gehen. Ist bereits ein Massagetermin vereinbart und der Patient kann diesen aufgrund von Kontraindikationen nicht wahr nehmen, sollte der Masseur dem Patienten Alternativen bieten: die Massage einer anderen Körperregion beispielsweise oder ein Gutschein über eine Massage zu einem späteren Zeitpunkt. So stellen Masseur und Patient sicher, dass eine Massage auch das tut, was sie soll: Entspannen und die Gesundheit fördern!

Quellen:

http://flexikon.doccheck.com/de/Massage

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