Kaktus-Massage: bizarre Entspannung

Kaktus Massage

Kaktus MassageZugegeben, der Markt der Wellness-Anwendungen ist wachsend und fördert daher Innovationen. Doch ob und wie sinnvoll so manche Ideen sind, mag man beim ersten Augenschein nicht wirklich beurteilen. Immer wieder tauchen besonders skurril anmutende Massageformen auf, die alleine schon mit ihrem Namen ein großes Fragezeichen hervorrufen. So auch die Kaktus-Massage, die im ersten Augenblick mehr nach Akupunktur statt nach entspannender Massage klingt…

Anwendung

Je nach Anbieter variiert die Massage etwas, aber in den grundlegenden Merkmalen dürften alle Angebote sich ähneln. Meist finden die großen Blätter des Feigenkaktus Verwendung. Vor der Verwendung als Massageutensil werden sorgfältig alle Stacheln entfernt – die Angst vor ungewollter Akupunktur ist somit unbegründet! Die nun stachelfreien Blätter werden kurzzeitig in heißes Wasser gelegt, damit sie weich und biegsam werden und bei der weiteren Verwendung nicht brechen. Die so vorbereiteten Blätter können gekühlt auch einige Tage aufbewahrt werden. Bei einigen Anbietern werden im Anschluss die Blätter aufgeschnitten und in Agavenschnaps eingelegt. Wer es „alkoholfrei“ mag, bekommt dann direkt vor der Massage die Blätter frisch aufgeschnitten halbiert, sodass sie mit größtmöglicher Oberfläche auf der Haut aufliegen können. Nun wird mit sanften Bewegungen das fleischige Innere des Blattes in die Haut eingearbeitet. Der Saft der Kaktusblätter soll eine hautberuhigende und hautverjüngende Wirkung haben. Manche Anbieter kombinieren noch Essenzen aus Kaktusblüten und Kräutern dazu.

Wirkung der Kaktus-Massage

Die Anbieter der Kaktus-Massage versprechen, dass diese spezielle Art der Massage viele Vorzüge aufweist:

  • Kaktus Massagedurchblutungssteigernd
  • hautberuhigend
  • entschlackend
  • verjüngend
  • pflegend und
  • entspannend sein.

Die Anbieter erklären, der Saft aus den von ihnen verwendeten Kaktusblättern sei ähnlich heilungsfördernd wie Aloe Vera Saft und so wird diese Massage besonders abends empfohlen, um sonnenbedingte Hautirritationen zu lindern. Dabei sollte darauf geachtet werden, keine Blätter zu verwenden, die zuvor in Alkohol eingelegt wurden. Dieser erfrischt zwar die Haut, trocknet sie aber aus, was bei Sonnenbrand kontraproduktiv ist. An heißen Sommertagen empfiehlt es sich dennoch, die gekühlten und „alkoholisierten“ Kaktusblätter auf der Haut auszuprobieren. Erfrischend und entspannend ist die Kaktus-Massage auf jeden Fall, in wie weit ein verjüngender Effekt auftritt, muss jeder selbst beurteilen…

Wo gibt es die Kaktus-Massage?

Kaktus MassageBei uns wird es schwierig, für genug Nachschub an frischen Kaktusblättern für die Massage zu sorgen. Daher ist diese Form der Massage nur dort möglich, wo auch der Feigenkaktus wächst. Ein mobiler Masseur wird in Mitteleuropa daher niemals die Kaktus-Massage in sein Angebot aufnehmen. Angeblich stammt die Massage mit Kaktusblättern aus Mexiko und wurde dort vom Stamm der Huichol angewendet. Heute ist sie besonders in Spas und Wellnesstempeln von mexikanischen Luxushotels zu finden, aber auch einige Anbieter im Süden der USA haben die Massage schon in ihr Angebot aufgenommen. Die Massage wird unter verschiedenen Namen angeboten: Ob ganz einfach „Kaktus Massage“, „Hakali“ oder „Nopal“, es wird immer mit Kaktusblättern massiert. Und die sind immer ohne Stacheln. Versprochen.

Mehr dazu: http://www.marieclaire.com/beauty/makeup/a5454/mexican-hakali-cactus-massage/

http://www.wellnessgesundheit24.de/hakali-kaktusmassage-die-verjuengende-wirkung-von-kaktussaft/

Fotos: welt.de; trolino.com; marieclaire.com

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