Finanztips

Finanztipps

Eine eigene Massagepraxis ist der Traum vieler Masseure. Raus aus dem Angestelltendasein, rein in die Selbstständigkeit! Eine Massagepraxis eröffnen, in der man sich, seine Ideen und Erfahrungen endlich verwirklichen kann! Oder doch die Gründung eines mobilen Massage – Services, um den Kunden mehr Flexibilität zu bieten? Der Start in die Selbstständigkeit als Masseur ist nicht so einfach, wie man zunächst denkt. Das Finanzielle muss gut geplant sein. Wir geben hier wichtige Finanztipps für alle, die vor dem Start in die Selbstständigkeit stehen.

An alle Konsequenzen denken

Bevor man den Sprung ins kalte Wasser der Selbständigkeit wagt, muss man sich wirklich gut darüber klar werden, dass sich das Leben völlig ändern wird. Kein bezahlter Urlaub mehr, kein Geld im Krankheitsfall. Selbständig zu sein bedeutet eben auch, alles selbst zu machen und das ständig. Im Angestelltenverhältnis ist man jederzeit abgesichert, hat Anspruch auf Urlaub und kann sich ins Bett legen, wenn man krank ist. Als selbständiger Masseur kann man sich diesen Luxus nur sehr begrenzt leisten. Geld fließt nämlich nur dann, wenn man arbeitet. Ist man krank oder im Urlaub, ist das teuer, da die Einnahmen weg fallen, die laufenden Kosten zusätzlich zu den Kosten der Urlaubsreise aber weiter laufen. Dafür ist man aber auch fast völlig frei in der Gestaltung seiner Zeit und kann zum Beispiel spontan in Urlaub fahren, wenn es gerade passt. Als Angestellter bekommt man die Kunden quasi vom Chef „geliefert“, als selbstständiger Masseur muss man sich selbst um die Kundenakquise kümmern. Und das kann, gerade am Anfang, sehr hart sein.

Finanztipps2Businessplan erstellen

Das klingt zwar nach großem Wirtschaftsunternehmen, ist aber auch zur Existenzgründung absolut notwendig. Auch Finanzielles wird im Businessplan erläutert und durch gerechnet: Zu welchem Preis soll die Massage angeboten werden? Wichtig ist auch schon jetzt zu planen, welche Werbemaßnahmen man plant, denn von ganz alleine wird kein Geschäft bekannt. Nach all den Berechnungen und Zahlen kommt dann die entscheidende Frage: wie hoch ist das nötige Kapital und woher kommt das Geld? Niemals sollte man sich die Finanzen schön rechnen! Sondern immer mit dem höchsten Betrag rechnen, um für (fast) alle Eventualitäten finanziell gewappnet zu sein. Man sollte auch unbedingt bedenken, dass man mit einer Anlaufphase rechnen muss, in der sich die Massagepraxis oder die mobile Massage nicht von selbst trägt. In dieser Zeit braucht man zuvor gebildete Rücklagen, auf die man dann zurück greifen kann. Es darf also nicht alles in Material, Umbau und Mietkaution investiert werden! Auch viele laufende Kosten müssen gedeckt werden. Dazu kommen die eigenen Lebenshaltungskosten und die Altersvorsorge, um die man sich jetzt selbst (und das unbedingt!) kümmern muss. Nur mit einem überzeugenden Businessplan ist die Chance gut, bei der Bank zum Start in die Selbstständigkeit einen Kredit zu bekommen!

Liquidität geht vor Rentabilität

Sehr viele Existenzgründungen gehen nicht deshalb insolvent, weil das Geschäftsmodell nicht funktioniert hat oder die Konkurrenz zu stark war, sondern deshalb, weil es Liquiditätsprobleme gibt. Die Selbständigen sind nicht in der Lage, die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Rechnungen, Materialkosten etc. zu bezahlen. Da kann die Auftragslage noch so gut sein, wenn einem das Geld ausgeht, sieht es nicht gut aus. Daher sollte immer und unbedingt ein vorher fest gelegter und gut berechneter Teil des monatlichen Gewinns nicht in das eigene Portemonnaie, sondern in das Geschäftskonto fließen und dort für genau solche Fälle unangetastet liegen bleiben! Wer mit 0,- Euro Rücklagen startet, geht es ein sehr großes Risiko ein!

Finanztipps1Finanzamt nicht vergessen!

Viele Existenzgründer unterschätzen oder vergessen bei ihren Berechnungen auch das Finanzamt. Nicht alles Geld, was auf dem eigenen Geschäftskonto landet, ist auch das eigene!. Davon muss man nämlich dann noch gegebenenfalls die von Kunden bezahlte Umsatzsteuer abziehen, die Einkommensteuer, und z.B. auch die Gewerbesteuer. Man sollte auf dem Geschäftskonto immer genug Geld für diese Zahlungen zur Verfügung haben. Bei Selbständigen ist das Geld auf dem Konto nicht komplett „meins“, sondern nur die“ Brutto-Einnahmen”, von denen man ja nicht nur die Steuer, sondern auch noch die Krankenversicherung und ggf. weitere Versicherungen bezahlen muss

Fazit

Wer plant, sich mit mobiler Massage oder einer eigenen Massagepraxis selbstständig zu machen, sollte vor allem eins wissen: langfristig muss man monatlich deutlich mehr verdienen, als man zum Leben braucht. Dazu muss man darauf achten, dass man in guten und normalen Zeiten mehr verdient, um Rücklagen für schlechtere Zeiten zu haben. Und man darf nicht vergessen, dass die Zeiten sich ändern können. Also nicht erst in letzter Sekunde mit der Kundengewinnung und Rücklagenbildung anfangen, wenn das Geld knapp wird!

Weitere Informationen zu diesem Thema:

http://www.t-online.de/ratgeber/finanzen/kredit/id_46248738/existenzgruendung-ohne-finanzierung-geht-nichts-.html

http://www.selbstaendig-im-netz.de/2011/05/26/selbstaendig/finanztipps-fuer-existenzgruender-teil-11a-schritt-fuer-schritt-in-die-selbstaendigkeit-im-netz/

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