HandynackenDurch die tägliche Nutzung von Smartphones und Tablets ist eine neue Form der Fehlhaltung entstanden: der sogenannte „Handynacken“. Er entsteht, wenn das Smartphone oder Tablet über längere Zeit am Tag genutzt wird und die Muskulatur wenig Ausgleich durch andere Bewegungen bekommt.

Enorme Belastung für die Muskulatur

Der Kopf eines Erwachsenen wiegt, je nach Geschlecht und Größe der Person, zwischen 3,2 bis 4,1 Kilo. Normalerweise wird der Kopf beim Gehen, Stehen oder aufrechten Sitzen von der Wirbelsäule mit getragen, die Muskulatur stabilisiert ihn nur. Aufgrund seines sehr hohen Schwerpunktes bedeutet eine nur kleine Neigung des Kopfes eine wesentlich größere Belastung für den Rücken und dessen Muskulatur. Wer seinen Kopf um nur 15 Grad neigt, übt damit eine Zugkraft von etwa 13 Kilo auf Muskulatur und Wirbelsäule aus. Je weiter der Kopf geneigt wird, desto größer die Belastung. Bei der typischen Haltung, in der man auf sein Smartphone oder Tablet blickt, ist der Kopf ungefähr um 60 Grad geneigt – eine unglaubliche Belastung von rund 30 Kilo! Damit der Kopf nicht auf die Brust fällt, steuert die Muskulatur gegen und kann dabei überanstrengt werden, verspannen und verhärten. Besonders junge Nutzer haben eine tägliche Nutzungsdauer von bis zu vier Stunden – lang genug, um durch diese Fehlhaltung Schäden zu verursachen.

Gesundheitsrisiko Handynacken

HandynackenLangfristig entstehen durch jede Fehlhaltung Folgeschäden. Im Falle des Handynackens können dies sein:

  • Kopfschmerzen
  • Nackenschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Bandscheibenschäden
  • Sehnen- und Schleimbeutelentzündungen in
  • Überdehnte Halsmuskulatur
  • Verkürzte Brustmuskulatur

Schäden und Gesundheitsrisiken, die selbst verschuldet sind und dabei so einfach vorzubeugen sind!

Vorbeugung mit simplem Trick

Wer berufsbedingt den ganzen Tag sitzt und den Kopf nur zwischen Tastatur und Bildschirm wandern lässt, vergrößert sein Risiko, sich durch die Nutzung von Smartphones und Tablets Folgeschäden „einzuhandeln“. Man sollte daher generell etwa alle halbe Stunde aufstehen, eine aufrechte Haltung einnehmen und den Kopf sanft in alle Richtungen dehnen. Wer sein Smartphone oder Tablet intensiv nutzt, sollte sich dabei eine aufrechtere Kopfhaltung angewöhnen und dabei öfter die Position wechseln – zum Beispiel beim Telefonieren vom rechten zum linken Ohr wechseln. Sport, der den Nacken nicht belastet und den Rücken nicht nach hinten überstreckt ist ebenfalls eine guter Ausgleich und eine ideale Vorbeugemaßnahme. Der einfachste Trick gegen die Entstehung eines Handynackens ist aber: einfach ausschalten!

Behandlung des Handynackens

HandynackenIst das „Kind in den Brunnen gefallen“ und jegliche Prävention kam zu spät, so gilt, es, die Symptome zu lindern und an sich selbst dahingehend zu arbeiten, dass der Handynacken nicht nur ausheilen kann, sondern auch nicht wieder auftritt. Dies erfordert eine gewisse Selbstkontrolle, die nicht jeder aufbringt. Schmerzen Kopf, Nacken, Rücken und Schultern, so tut eine Massage gute Dienste. Es gibt bereits Anbieter, die explizit Massagen anbieten, die gegen Smartphone-Beschwerden helfen. „Relax with no Apps“ ist ein solches Angebot, bei dem Voraussetzung ist, dass das Smartphone für die Dauer der Massage ausgeschaltet bleibt. Auch eine mobile Massage, die sich speziell um die vom „Handynacken“ betroffenen Muskulaturbereiche kümmert, ist her ideal.

Mehr dazu: http://www.welt.de/gesundheit/article143385032/Grassiert-der-Handynacken-bald-wie-eine-Seuche.html

https://www.schmerz-im-nacken.de/ursachen-fuer-nackenschmerzen/smartphonenacken-nackenschmerzen-als-folge-der-smartphonenutzung/

Fotos von brigiite.de; huffpost.com; schmerz-im-nacken.de

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