Mobile Massage bei Hunden

HundemassageWer als mobiler Masseur seinen Kundenkreis erweitern möchte, ist nicht nur auf Messen, Kongresse und Events beschränkt, bei denen Menschen massiert werden. Auch Hunde genießen eine Massage ebenso sehr wie ihre Herrchen und Frauchen!

Als mobiler Masseur mit fundiertem Fachwissen ist es möglich, sein Können auch an Hunden anzuwenden: die Grundstruktur des Körperbaus ist der des Menschen recht ähnlich. So sind alle verschiedensten Massagetypen wir z.B.  Walken, Kneten und Rotationsmassage auch beim Hund anwendbar. Besonders gut funktioniert die Bindegewebsmassage.

Grundvoraussetzungen bei der Hundemassage

Wichtige Punkte bei der mobilen Hundemassage sind:

  • Der Hund bestimmt die Dauer der Massage. Steht er auf und geht, ist die Massage beendet.
  • Hunde reagieren feinfühliger als Menschen, daher sollte immer genau auf die Reaktion des Tieres geachtet werden
  • Der Hund bestimmt den Platz, an dem massiert wird. Das kann sein Schlafplatz sein oder ein anderer Platz, den er selbst aussucht.
  • Hunde niemals auf einem Tisch oder einer Liege massieren! Der Gedanke an den Tierarzt verhindert jegliche Entspannung!
  • Der Genitalbereich sollte (wie auch bei Menschen!) ausgelassen werden.
  • Viele Hunde sind an den Füßen extrem kitzelig.

Unterschiedliche Massage – Bedürfnisse je nach Rasse

Grundsätzlich wird eine Massage von allen Hunderassen gemocht. Es kommt aber durchaus vor, dass sich Hund und mobiler Masseur nicht mögen. Dem Hund sollte man daher immer die Freiheit lassen, eine Behandlung oder Therapie zu verweigern. Davon sollte man sich als mobiler Masseur aber nicht entmutigen lassen – diese Fälle sind selten!

Hunde aller Rassen entspannen sich gerne bei Massagen im Schulter- und Schädelbereich. Zwischen den Ohren und dem Kiefer besteht eine fasziale Bindung, weswegen eine Massage an den Hundeohren doppelt gut tut. Weil sich aber nicht jeder Hund an den Ohren anfassen lässt, sollte vor einer Massage der Besitzer unbedingt um Rat gefragt werden.

  • Große Hunderassen sind oft im Hüftbereich verspannt (Stichwort: Hüftdysplasie) oder haben Gelenkblockaden. Passives Durchbewegen des Bewegungsapparates und entspannende Massage helfen dem Hund hier sehr.
  • Kleine Hunderassen leiden oft an springenden Kniescheiben. Eine Massage kann hier die Muskeln entspannen und den Muskelaufbau unterstützen.
  • Hunde, die am Halsband an der Leine zerren oder gezerrt werden, leiden oft an einer Blockade des Atlaswirbels, welche auch durch wohltuende Massage behoben werden kann.

mobile Massage Hund 2Die Ausstattung eines mobilen Hunde – Masseurs

Der mobile Masseur braucht für die Arbeit an Vierbeinern als Arbeitsmaterial natürlich ein anderes Equipment als bei Herrchen und Frauchen: die Massageliege muss unbedingt im Auto bleiben! Bei der Massage freuen sich Hunde aber genauso wie Menschen über Wärme und so gehören Utensilien wie z.B. Moor- oder Kirschkernkissen, Wärmelampe oder Heizunterbett auch ins Gepäck eines Hunde – Masseurs. Auch eine Magnetfelddecke kann Hunden helfen! Allerdings sollte man auch hier den vierbeinigen Patienten immer selbst entscheiden lassen, ob er Wärmeanwendung möchte oder nicht. In der Regel genießen es besonders Arthrose – geplagte Hunde sehr, zusätzliche Wärme zu bekommen.

Eine Massage bietet sich bei Hunden in ähnlichen Situationen an wie bei ihren Besitzern: generell zur Entspannung, aber auch zur unterstützenden Behandlung nach Operationen oder Krankheiten. Wer sich unsicher ist, übt am besten die Hundemassage am eigenen Hund oder bei Hunden im Freundes – oder Bekanntenkreis. Schnell sammelt man so genug Erfahrung, um auch fremden Hunden wohltuende Entspannung zu bieten – und idealerweise dem genauso verspannten Herrchen oder Frauchen gleich dazu!

Quellen:

http://www.pferdeselhund.de/index.html

http://www.ift-info.de/tierphysiotherapie_ausbildung_berufsbild.php?nav=6&menu=0

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