Berufsbild Masseur / Wellnessmasseur

Masseur und WellnessmasseurWas ist eigentlich ein Masseur / Wellnessmasseur und wie kann man Masseur werden? Die eigentliche Berufsbezeichnung in Deutschland lautet „medizinischer Bademeister“. Weil die Tätigkeit eines medizinischen Bademeisters unwillkürlich an den Bademeister mit Trillerpfeife am Beckenrand vom Freibad erinnert, ist der Begriff „Masseur“ umgangssprachlich geläufiger. Ein Masseur hat eine 2 ½ jährige Ausbildung genossen, die an einer Berufsfachschule durchgeführt wurde. In Nordrhein – Westfalen heißen diese Schulen „Berufskolleg“. Masseur ist ein nichtärztlicher Heilberuf. Masseure unterstützen Ärzte bei ihrer therapeutischen Aufgabe und arbeiten meist nach ärztlicher Verordnung und Anweisung. Oft arbeiten Masseure interdisziplinär mit Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden zusammen. Als Masseur und medizinischer Bademeister hat man im Anschluss die Möglichkeit, sich zum Physiotherapeuten weiterzubilden.

Masseure arbeiten unter anderem mit:

  • Licht
  • Wasser
  • Wärme
  • Kälte
  • medizinische Bäder,
  • Kneipp-Anwendungen
  • Packungen

Masseur und WellnessmasseurUmfangreiche Ausbildung

Mehr als 30 verschiedene Massagetechniken erlernen angehende Masseure im Laufe ihrer Ausbildung. Die Anwendung der Massagetechnik richtet sich nach dem Krankheitsbild. Daneben gibt es auch noch präventive Behandlungen und rehabilitative Maßnahmen – beispielsweise nach einer Erkrankung oder Verletzung. So wenden medizinische Masseure beispielsweise manuelle Lymphdrainage an, die dazu führt, dass angestaute Gewebeflüssigkeit abfließen kann. Auf dem Stundenplan in der Lehre stehen nicht nur praktische Kenntnisse, sondern auch trockener Lehrstoff wie  Berufsgesetzkunde, Anatomie und Physiologie, allgemeine und spezielle Krankheitslehre und natürlich Hygienevorschriften. Auch Erste Hilfe und Verbandstechnik sowie in Pädagogik, Soziologie und natürlich Massagetechniken gehören dazu. Am Ende folgt das Staatsexamen. Im Anschluss daran muss ein halbjähriges Praktikum absolviert werden. Erst dann darf man sich „Masseur“ nennen.

Berufsbild Wellnessmasseur

Der größte Unterschied zwischen dem Wellnessmasseur und dem medizinischen Masseur liegt darin, dass sich das Angebot eines Wellnessmasseurs an gesunde Menschen richtet und Entspannung und Wohlbefinden, nicht die Heilung als Ziel stehen. Ein Wellnessmasseur darf in Deutschland Massagen anbieten, muss diese aber als „Dienstleistung für Wellness“ und nicht als „Therapie zum Heilen“ anbieten, um sich damit klar vom medizinischen Masseur abzugrenzen. Die Fortbildung zum Wellnessmasseur, der auch Massagetherapeut oder Massagepraktiker genannt wird, findet an vielen privaten Schulungszentren statt und wird in kürzester Zeit (ab 2 Tage) absolviert. Die Schulungsinhalte sind, je nach Anbieter, sehr unterschiedlich und können folgende Themen beinhalten:

  • Aromaölmassage
  • Kosmetische Gesichtsmassage
  • Fußreflexzonenmassage
  • Rückenmassage nach Breuß
  • Hot Stone Massage
  • Lomi Lomi Nui Massage

Masseur und WellnessmasseurTätigkeitsfelder

Medizinische Masseure arbeiten meist, wie der Name schon sagt, im medizinischen Bereich. Überall da, wo die Heilung im Vordergrund steht: Krankenhäuser, Reha – Einrichtungen, Altersheime, Massagepraxen, Heilbäder, Gesundheitszentren und ähnlichen Einrichtungen.

Wellnessmasseure arbeiten in Bereichen, in denen das Wohlbefinden, nicht die Heilung im Vordergrund steht. Dies sind SPAS, Kosmetikstudios, Wellnessbäder, Hotels, Saunaanlagen, mobile Massagen bei beispielsweise Firmenkunden, auf Events und Messen und anderen Veranstaltungen. Die Einsatzbereiche von Wellnessmasseuren sind vielfältig, die Fortbildung kurz und ohne Vorkenntnisse möglich – warum nicht die Chance nutzen und ein Zusatz- oder Nebeneinkommen damit generieren? Als mobiler Masseur braucht man dazu noch nicht einmal eine eigene Praxis!

Mehr Infos:

http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=8734

http://www.terramedus.de/massageundwellnessakademie/index/ausbildung-sport-wellnessmasseur.php

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