Berufsbild: Massagetherapeut / Massagepraktiker

Massagetherapeut2Eine relativ zügig und unkompliziert zu erreichende Qualifikation ist die des Massagetherapeuten / Massagepraktikers. Und ein weiterer Berufstitel, den wir in unserer Serie „Berufsbilder im Massagebereich“ gerne erklären möchten. Bei der Vielzahl an möglichen Qualifikationen, Zertifikaten und Abschlüssen ist es für Kunden und Berufseinsteiger nicht einfach, die Unterschiede zu erkennen.

Der Massagetherapeut / Massagepraktiker

Beide Titel beziehen sich auf ein und denselben Ausbildungsweg, weswegen wir diese hier zusammengefasst abhandeln möchten. Teilnehmer der Ausbildung mit Heilerlaubnis (zum Beispiel Heilpraktiker, Ärzte etc.) erhalten ein Zertifikat zum Massagetherapeuten, Teilnehmern ohne Heilerlaubnis wird die Ausbildung zum Massagepraktiker zertifiziert. Im Namen dieser Berufsbezeichnung steckt das Wort „Therapeut“, was zu Irrtümern führen kann: Massagetherapeuten führen im Gegensatz zum staatlich geprüften medizinischen Masseur und medizinischem Bademeister oder dem Physiotherapeuten ihre Massagen nicht zu Heilzwecken durch, sondern sind ausschließlich im Wellnessbereich tätig. Darüber muss sich jeder Massagetherapeut und Kunde zu jeder Zeit im Klaren sein und Massagetherapeuten müssen dies auch klar zum Ausdruck bringen.

MassagetherapeutVoraussetzungen

Ganz einfach: keine! Die Ausbildung ist für alle gedacht, die sich – unabhängig von ihrem Bildungsstand, Berufsausbildung oder Vorkenntnissen für die Themen der Massage interessieren. Einsteiger wie „Profis“ können gleichermaßen an den Kursen teilnehmen.

Schulungsinhalte

Wie bei allen nicht staatlichen Schulungen und Ausbildungswegen sind die Kursinhalte nicht einheitlich geregelt. Grundsätzlich sollten aber Kenntnisse der Grundlagen der Anatomie, Wirkprinzipien und Indikation/Kontraindikationen der Massage vermittelt weden. Ziel sollte sein, nach absolviertem Lehrgang eine Ganzkörpermassage selbstständig durchzuführen und mehrere andere Wellnessmassagen wie zum Beispiel Lomi Lomi Nui oder Hot Stone Massage zu beherrschen.

Ausbildung und Dauer

Viele Ausbildungsstätten bieten die Kurse auch berufsbegleitend an, sodass zu Hause mit Videos, Skripten und anderen Unterrichtsmaterialen gelernt werden kann und nur zum praktischen Teil an Wochenenden die Schule aufgesucht werden muss. Viele Anbieter ermöglichen aber auch eine kompakte Ausbildung innerhalb weniger Tage. Die Dauer variiert hier zwischen 3 und 8 Tagen, je nach Schulungsinhalten und Umfang der Ausbildung. Ein Anbieter bietet sogar an, die Kurseinheiten während eines Urlaubes auf Mallorca zu belegen! Da ist Wellness schon von Anfang an im Spiel!

Massagetherapeut1Einsatzgebiete

Generell kommt ein Einsatz im gesamten Gesundheitsbereich in Frage: Sport –und Fitnessstudios, Kur- und Rehakliniken, Hotel-SPA, Spa- und Wellnessbereich , Clubhotels, Kosmetikstudios, Arztpraxen, Alten-und Seniorenheime, Schwimmbäder und Saunen oder mobile Massage. Die Tätigkeit kann hauptberuflich oder nebenberuflich, als Angestellter oder selbstständig erfolgen, da man eine eigene Massagepraxis eröffnen kann.

Qualifikation

Manche Massageschulen händigen die Zertifikate ohne Prüfung nach absolvierten Pflichtstunden aus, andere verlangen eine Abschlussprüfung oder gar mehrere Prüfungen verschiedener Unterrichtseinheiten. Teilnehmer der Ausbildung mit Heilerlaubnis erhalten ein Zertifikat zum Massagetherapeuten, Teilnehmern ohne Heilerlaubnis wird die Ausbildung zum Massagepraktiker zertifiziert. Der Begriff des “Massagetherapeut” wird nicht in der Liste der staatlich anerkannten Ausbildungsberufe geführt. Die einzigen staatlich anerkannten Berufe im Massagebereich sind: medizinischer Bademeister / Masseur und Physiotherapeut.

Weitere Informationsmöglichkeiten:

http://www.taohealth.de/massage-ausbildungen/massagetherapeut.html

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