FachpraktikerWas für ein langer Name für eine so wohltuende Tätigkeit! Wir möchten heute eine weitere Berufsbezeichnung aus dem Themenbereich Massage und Wellness vorstellen. Wie wird man eigentlich „geprüfter Fachpraktiker für Massage, Wellness und Prävention“, was kann man nach der Ausbildung machen, was kann ein Kunde erwarten, der von einem solchen „Fachpraktiker“ behandelt und verwöhnt wird?

Der Fachpraktiker für Massage, Wellness und Prävention

Solche Fachpraktiker sind Experten für vielfältige Massagetechniken, Präventionsübungen und Wellnessanwendungen. Er kann Kunden jeden Alters professionell betreuen, beraten und wohltuend behandeln – in Einrichtungen vom Kosmetiksalon bis zur Reha-Klinik. Mit dem Schwerpunkt auf Wellnessanwendungen, Fitness oder Gesundheitsvorsorge geht das als Angestellter oder Selbstständiger. Der Fachpraktiker für Massage, Wellness und Prävention ist ergänzend zum etablierten Gesundheitssystem tätig und sorgt durch Prävention im besten Falle sogar dafür, dass beispielsweise ein Physiotherapeut gar nicht zum Einsatz kommen muss.

Fachpraktiker 2Voraussetzungen

Ein mittlerer Bildungsabschluss wird empfohlen, ist aber nicht zwingend notwendig. Man sollte in jedem Fall Interesse für medizinische Zusammenhänge und Freude an manueller Arbeit haben, außerdem aufgeschlossen gegenüber anderen Menschen sein und keine „Berührungsängste“ haben. Je nach Ausbildungsstätte benötigt man zusätzlich noch einen aktuellen Nachweis über eine absolvierte Erste Hilfe Schulung. Interessant ist diese Ausbildung auch für alle Personen, die bereits einen medizinisch-therapeutischen Beruf ausüben und ihr ergänzen bzw. erweitern möchten, wie z. B. Heilpraktiker, Arzthelfer, Krankenschwestern, Ärzte, Ergotherapeuten, Fitnesstrainer, Sportlehrer, Hebammen, Kosmetiker, Fußpfleger, und mehr.

Schulungsinhalte

Wie bei allen nicht staatlichen Ausbildungen schwanken die Lehrinhalte von Ausbildungsstätte zu Ausbildungsstätte. Ein Vergleich lohnt immer! Grundsätzlich sollten aber berufsspezifische Grundkenntnisse über Bau und Funktion des menschlichen Körpers sowie in der Krankheitslehre gelehrt werden. Des weiteren Befund- und Testmethoden, mit denen sich die körperliche Verfassung der Kunden einschätzen lässt; weiterhin Übungen zur gesundheitlichen Vorbeugung ( leichtes Ausdauertraining, Dehnungsübungen und Gymnastik). Ein wichtiger Teil der Ausbildung sollte sich sich mit den wichtigsten Massagetechniken (von der klassischen Massage bis zur Lymphdrainage) und mit allem, was damit zusammenhängt (Vorbereitung, Lagerung, Nachbereitung oder die Beachtung von Krankheitsbildern und Sicherheitsmaßnahmen) befassen. Zusätzlich sollten Wellness – Inhalte vermittelt werden wie Sauna, Bäder oder Packungen.

Ausbildung und Dauer

Die Ausbildung zum Der Fachpraktiker für Massage, Wellness und Prävention kann berufsbegleitend als Fernstudium absolviert werden, wobei die verschiedenen Anbieter dazu unterschiedliche Unterrichtsmethoden anbieten: Online – Tutorials, Schulungsvideos oder Hefte und Bücher. Wichtig sollte bei der Wahl der Ausbildung aber sein, dass auch genügend praktische Seminare zum Erlernen der Massagetechniken zum Schulungsprogramm gehören. Berufsbegleitend schwankt die Dauer der Ausbildung je nach Anbieter zwischen 12 und 21 Monaten.

Fachpraktiker 1Einsatzgebiete

Ein Fachpraktiker für Massage, Wellness und Prävention übt seinen Beruf unabhängig von staatlichen Reglementierungen und Verordnungen aus: Preise und Leistungspakete kann man selbst festlegen, unabhängig von ärztlicher Verschreibung oder dem Leistungskatalog einer Krankenkasse. Die Einsatzmöglichkeiten sind groß – im Frisiersalon, als mobiler Masseur oder im Wellnesshotel. Die Idee ist, dem Physiotherapeuten zuvor zu kommen und Menschen präventiv zu helfen, bevor sie krank werden.

Qualifikation

Je nachdem, ob im Anschluss an die Ausbildung eine Prüfung stattfindet oder nicht, lautet der Titel dann (Geprüfter) Fachpraktiker für Massage, Wellness und Prävention. Auf Wunsch stellen viele Ausbildungsstätten auch ein englischsprachiges Zertifikat aus, das ideal ist, wenn man sich dem internationalen Arbeitsmarkt stellen möchte – beispielsweise Wellnesshotels im Ausland. Die Ausbildung selbst ist nicht mit einer staatlich anerkannten Ausbildung gleichzusetzen. Die einzigen staatlich anerkannten Berufe im Massagebereich sind: medizinischer Bademeister / Masseur und Physiotherapeut.

Mehr Informationen:

http://www.sgd.de/persoenlichkeitsbildung/fachpraktiker-massage.php

http://www.ils.de/fernkurse/persoenlichkeitsbildung-gesundheit/heilverfahren-praevention/fachpraktiker-massage-wellness-praevention/

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