BabymassageMassage bei Erwachsenen und Tieren ist Alltag – aber Babymassage klingt immer etwas komisch und esoterisch. Dabei ist es in vielen Kulturen jahrhundertealte Tradition, Babies regelmäßig zu massieren. Immer mehr Hebammen bieten Kurse an, die Müttern und Vätern zeigen, wie ihr Baby am besten massiert wird. Wer kein Glück hat und in der näheren Umgebung keine Kurse zur Babymassage stattfinden, wird zu Hause feststellen: man kann wenig falsch machen und es ist gar nicht schwer!

Wirkung von Babymassage

Die Babymassage nützt Eltern und Baby gleichermaßen, denn sie:

  • Entspannt Eltern und Baby
  • Beruhigt das Baby
  • Lässt das Baby besser einschlafen
  • Festigt die Bindung zwischen Eltern und Baby
  • Hilft Neugeborenen bei der Gewichtszunahme
  • Kann Müttern bei postnatalen Depressionen helfen

Babymassage 2Der richtige Zeitpunkt

Es ist wichtig, den richtigen Zeitpunkt für die Babymassage heraus zu finden. Nur so fühlt sich Ihr Baby auch wohl und die Babymassage macht Sinn. Das Baby sollte weder gerade satt sein, noch zu schläfrig. Idealerweise sollte der Zeitpunkt der Babymassage zu einem Fixpunkt im Tagesablauf werden und zum Beispiel zur abendlichen Routine im Bad gehören. Der Zeitpunkt sollte auch so gewählt werden, dass auch die Eltern Zeit haben, sich mindestens eine Viertelstunde intensiv mit ihrem Baby in Ruhe zu beschäftigen. Vielleicht ist es auch der Punkt im Tagesablauf des Babies, die nur Vater und Baby allein gehören? Oft ist das Baby durch das Stillen sehr auf die Mutter fixiert und Väter fühlen sich ausgeschlossen. Die Babymassage bietet auch Vätern die Chance, sich mit dem Nachwuchs intensiv zu beschäftigen.

Die Vorbereitung

Damit alle die Babymassage genießen können, sollte alles gut vorbereitet sein, bevor es los geht. Die Raumtemperatur sollte hoch sein, damit das Baby während der Massage nackig bleiben kann, ohne zu frieren. Ist die Raumtemperatur zu niedrig, kann man einfach einen Heizstrahler oder Heizlüfter oder eine sogenannte „Wärmewelle“ aufstellen. Das Baby sollte während der Massage weich und bequem liegen, eine kuschelige Babydecke, ein Naturfell oder ein weiches Handtuch sind ideal. Damit die Hände schön über die zarte Babyhaut gleiten, sollte auch ein Babyöl bereit sehen. Um kleinere (oder auch größere) „Missgeschicke“ schnell aufzuwischen, sollten auch immer genug Tücher bereit liegen. Das Licht sollte angenehm weich sein und das Baby nicht blenden. Vielleicht mag Ihr Baby auch eine bestimmte Musik gerne – oder Sie selbst?

Babymassage 3Es geht los!

Wichtig ist: es geht um’s Wohlfühlen! Dem Kind soll durch die Massage Geborgenheit, Nähe und Sicherheit vermittelt werden. Erlaubt ist alles, was dabei hilft. Nicht alle Babies mögen alles gleich gerne. Bei den ersten Babymassagen gilt es also, heraus zu finden, was das eigene Baby am liebsten mag und was nicht. Auch das Streicheln mit sanftem Druck ohne bestimmte Techniken ist für Babys und Eltern angenehm und hilfreich. Man sollte jede Massage mit dem gleichen Ritual beginnen. Das kann zum Beispiel sanftes Kreisen auf dem Bauch sein. Nach einigen Malen wird das Baby wissen, was kommt. Damit das Baby nicht erschrickt, sollten die massierenden Hände immer warm sein und das Babyöl auf den Handinnenflächen angewärmt werden. Und wenn Ihr Baby keine Lust mehr hat, ist Schluss. Auch, wenn Mama oder Papa das anders sehen. Denn in erster Linie geht es ja um’s Wohlbefinden. Des Babies.

Weitere Infos:

http://www.familie.de/baby/babymassage-510579.html

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.
Menü